Gastbeitrag von : Rebecca Piron / Redaktion | KOMMUNAL .

„Der Online-Handel bedroht die Innenstädte – doch die beginnen sich zu wehren. In Siegen zum Beispiel bieten die lokalen Einzelhändler ihre Waren in einem Online-Versandhaus an. Und erhalten bereits viele Bestellungen. So können auch sie ein Stück vom E-Commerce-Kuchen abschneiden.“

„Ob Butterstulle, Abendkleid oder Lieblingskrimi – jedes Produkt kann man heute online bestellen. Davon profitieren besonders internationale Online-Versandhändler wie der Webshop Amazon, der an einem Tag bis zu sieben Millionen Produkte alleine in Deutschland verkauft. Laut dem Handelsverband Deutschland machte der E-Commerce in Deutschland im letzten Jahr einen Umsatz von 44,2 Milliarden Euro. Verlierer dieser Entwicklung sind bisher die lokalen Einzelhändler, deren Umsätze nicht selten so stark zurückgehen, dass sie sich die Ladenflächen und das Personal nicht mehr leisten können. Doch mit lokalen Online-Versandhäusern versuchen sich die Einzelhändler verschiedener Städte nun zu wehren. Siegen zieht nach knapp einem Jahr Online-Shop „lokaso.Siegen“ eine positive Bilanz.“

Ähnliche Konzepte in anderen Kommunen

„Online-Shops für den stationären Einzelhandel gibt es auch andernorts. Mit dem Online-Marktplatz Ebay läuft momentan ein Pilotprojekt in Mönchengladbach. Auch hier bieten die Einzelhändler der Stadt ihre Waren an, die zugeschickt oder abgeholt werden können. Und Projekte wie Lokaso.Siegen gibt es unter Namen wie Onlinestadt „Höhr-Grenzhausen“, Locamo, „Einkaufen-in-Attendorn“ und Online-City Wuppertal ebenfalls bereits in einigen anderen Städten. Ob die regionalen Online-Shops den stationären Handel vor der Übermacht der internationalen Online-Händler retten können, ist ungewiss. Fürs erste machen sie aber zumindest Online-affine Bürger auf die Läden in der Innenstadt aufmerksam und generieren zusätzliche Käufe.“

Von Redaktion

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